Die erste April Woche bot in diesem Jahr optimale Wintersportbedingungen und bescherte so den 24 Jugendlichen und fünf Betreuern ein wahres Wintermärchen in den Osterferien. Dabei fing am Montag alles nicht viel versprechend an. Schon beim Frühstück begann es, sich einzuregnen. Als dann nach dem Frühstück Anfänger wie Fortgeschrittene Ski- und Snowboardfahrer in Ihrem Pisten Outfit draußen unter der Überdachung standen, sah alles gar nicht so sehr nach einem guten Skitag aus, denn mittlerweile goss es in Strömen. Die Mienen der Teilnehmer spiegelten die Gedanken über das nicht winterliche Wetter und die fehlende Motivation wider. Schon das erste Mal nass, wurden alle, die sich noch mit der entsprechenden Leihausrüstung  versorgen mussten, bei Connie bedient. Dann ging es in die Gondel Richtung Bergstation: mit jedem Meter weiter nach oben vermischte sich der Regen mit ersten Schneeflocken. An der Bergstation angekommen, sah es dann doch winterlicher aus, als man beim Einstieg in die Gondel annehmen konnte. So konnten die vier Ski- und Snowboardanfänger dann doch ihre ersten Gewöhnungsübung starten und erste Gleit- und Rutscherfahrung sammeln.
Bis zur Mittagspause hatten es die Border wie auch die Skifahrer zu ihren ersten gefahrenen Kurven geschafft. Bei Mittagessen in der Talstube konnten die Teilnehmer sich stärken und ihre Sachen wieder trocknen lassen. Während die Border bei Connie noch leichte Veränderungen bei der Einstellung ihrer Bindung vornehmen ließen, erkundeten die Skifahrer schon wieder das weitere Skigebiet und machten sich mit den unterschiedlichen Pisten vertraut.
Genau in der Situation kam der erste Anruf, dass sich jemand verletzt hatte und zwar nicht auf der Piste, sondern beim  Abstützen mit dem Arm im Skiverleih. Hendriks schon häufig ausgekugelte Schulter war das „Opfer“. Nach dem Besuch im Krankenhaus hieß es leider für ihn: Ende der Skifreizeit. Nach zwei Telefonaten stand fest, dass seine Mutter ihn vorzeitig abholen würde.
Das war bitter für den sportlichen Hendrik, da er das erste Mal auf dem Board stand, aber gleichzeitig war dies die erste und letzte Verletzung der gesamten

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Skifreizeit.

Am Montagabend ging der Regen auch unten im Tal in Schnee über und von da an begann eine traumhafte Winterwoche im April. Die Anfänger lernten so schnell wie noch nie, so dass sie schon am dritten Tag jede Piste befahren hatten. Die folgenden Tage auf der Piste vergingen wie im Flug, die Sprünge über die Schanzen wurden immer mutiger. Die leeren Pisten ließen zudem auch mal großzügigere Carvingschwünge zu.
Am Abend gab es nach dem immer leckeren Abendessen von Franz abwechslungsreiche Angebote vom Tischtennis- bis zum Kicker-Turnier. Dank des mitgenommenen Jonglier-Koffers hatten alle Interessierten die Möglichkeit, sich im Tellerdrehen, Jonglieren mit Bällen und Tüchern oder auch im Diabolo zu versuchen. Auch das Pipe-Juggling ließ den einen oder anderen nicht mehr los. Nach der Einführung in die Spielregeln des Pokerns fand sich eine interessierte Kleingruppe, die sich allabendlich zusammenfand, um den Pokerkönig des Abends auszuspielen. Busfahrer Heinz musste dabei eine „Menge Lehrgeld“ bei den jugendlichen Pokerfaces  zahlen und hatte schon spaßeshalber versucht, den „Bus zu setzen“, was ihm die Jugendlichen aber nicht abnahmen, es ging ja nur um Spielgeld. Das Highlight der Woche außerhalb der Skipiste kam für die älteren Teilnehmer aber dann doch noch: für die ab Sechzehnjährigen ging es am Mittwochabend in den Hexenkessel. Hier war schnell Party und gute Laune angesagt, so dass alle sieben mit den begleitenden Betreuern am Ende auch auf den Bänken standen und die Hände nicht mehr nach unten bekamen.
Am Ende der Woche gab es bei der Auswertung fast ausschließlich positive Rückmeldungen, das Betreuerteam zog ebenfalls eine überaus positive Bilanz, so dass bei der Frage, wer im nächsten Jahr nicht mitfährt, nur bei 2 bis 3 der nächstjährigen  Abiturienten der Finger erst hoch und dann doch wieder runterging.